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Warnzeichen erkennen

Wann sollte das Herz untersucht werden?

Achten Sie auf feine Veränderungen im Verhalten Ihres Tieres. Herzerkrankungen kündigen sich oft durch schleichende Symptome im Alltag an.

  • 01

    Leistungsabfall

    Das Tier ermüdet beim Spaziergang schneller, verweigert Spiele oder bleibt zurück.

  • 02

    Husten

    Besonders nachts oder nach Belastung („Herzhusten“), oft trocken, hart oder würgend.

  • 03

    Atemnot & starkes Hecheln

    Hecheln bereits bei geringer Belastung oder in völliger Ruhephase.

  • 04

    Erhöhte Atemfrequenz

    Mehr als 30 Atemzüge pro Minute im tiefen, entspannten Schlaf.

  • 05

    Nächtliche Unruhe

    Häufiges Wechseln des Liegeplatzes, unruhiges Umherwandern durch Atemprobleme.

  • 06

    Kreislaufkollaps

    Plötzliche Schwächeanfälle oder kurzzeitige Ohnmacht (Synkope) bedürfen sofortiger Hilfe.

Hinweis: Diese Warnzeichen sind erste Indizien, können aber auch andere Ursachen haben. Eine gesicherte Diagnose kann ausschließlich durch eine tiefgehende klinische und kardiologische Untersuchung gestellt werden.

Früherkennung

Symptome werden erst relativ spät wahrgenommen.

Oft steht als Erstdiagnose ein Herzgeräusch im Vordergrund, das im Zuge der Allgemeinuntersuchung beim betreuenden Haustierarzt festgestellt wird.

Ziel unserer Untersuchung ist es, möglichst frühzeitig im Rahmen der Gesundenuntersuchung Hinweise für das Vorliegen einer Herz-Kreislauferkrankung zu erlangen, um irreversible Spätfolgen zu verhindern.

Behandlung

Die häufigsten Herzerkrankungen und was sich behandeln lässt.

  • Klappenerkrankungen

    Die meisten Herzerkrankungen sind sogenannte „Klappenerkrankungen“. Diese treten bei einigen Hunderassen bereits sehr früh auf (z. B. Cavalier King Charles Spaniel, Dackel, Pudel), bei den meisten Hunden aber erst im fortgeschrittenen Alter.

    Werden „undichte Herzklappen“ festgestellt, sind diese mit einer rechtzeitigen Therapie meist lange Zeit stabil zu halten. In vielen Fällen ist nur ein einziges Medikament einmal täglich zu verabreichen – das aber lebenslang.

  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM)

    Eine bei bestimmten Hunderassen relativ früh auftretende Erkrankung. Risikorassen sind unter anderem Dobermann, Deutsche Dogge und Irischer Wolfshund.

    Oft erst im Endstadium erkannt, handelt es sich um eine schwere Herzerkrankung mit oftmals tödlichem Ausgang. Rechtzeitig diagnostiziert und behandelt ist in vielen Fällen eine annähernd normale Lebensdauer zu erreichen.

  • Kardiomyopathien der Katze

    Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) und die restriktive Kardiomyopathie (RKMP) sind die typischen Herzerkrankungen der Katze.

    Die meisten Katzen sind sehr lange Zeit symptomlos und zeigen erst Auffälligkeiten, wenn es bereits zu spät ist. Eine rechtzeitig eingeleitete Therapie kann Ihnen und Ihrem Tier viel Leid ersparen.

  • Angeborene Herzerkrankungen

    Etwas seltener sind angeborene Herzerkrankungen, die je nach Typ und Ausprägung chirurgisch und/oder medikamentös behandelt werden.

    Gemeinsam mit Ihrem Haustierarzt beraten wir Sie in solchen Situationen und erarbeiten den besten Therapieplan für Ihren Liebling.

In der Ordination

Deutsche Dogge betrachtet ein anatomisches Herzmodell
Unser Herzmodell soll zum besseren Verständnis vorliegender Herzerkrankungen beitragen.
Dr. Kosztolich bespricht ein Röntgenbild am Schaukasten mit einer Tierbesitzerin
Mitgebrachte Befunde und Röntgenbilder fließen in die Beurteilung mit ein.

Im Zweifel lieber einmal zu früh abklären lassen.