
Tierbesitzer
Ihre Verantwortung als Tierbesitzer
Welche Rolle spielen Sie als Tierbesitzer? Die wichtigste — Sie sehen die ersten Anzeichen.
Symptome
Woran Sie eine Herzerkrankung erkennen können.
Sollten Sie ein oder mehrere der genannten Symptome beobachten, könnte eine Herzerkrankung vorliegen. Bitte kontaktieren Sie Ihren Haustierarzt zur Ausstellung einer Überweisung. Gerne können Sie auch direkt mit uns Kontakt aufnehmen — eine Überweisung ist nicht notwendig.
Mögliche Anzeichen
- Leistungsabfall, vermehrtes Ruhebedürfnis, verlängerte Regenerationszeiten nach Spaziergängen
- Vermehrtes Hecheln, Schweratmung, Husten, Blaufärbung der Zunge
- Speziell bei Welpen: chronischer Gewichtsverlust bzw. ausbleibende Gewichtszunahme, erhöhte Atemfrequenz („pumpende Atmung“), überdurchschnittliches Schlafbedürfnis
- Speziell bei Katzen: Steigerung der Atemfrequenz, Hecheln z. B. nach kurzen Spieleinheiten
- Nächtliche Unruhe
- Kreislaufkollaps, epileptiforme Anfälle (Synkopen)
Früherkennung
Symptome werden erst relativ spät wahrgenommen.
Oft steht als Erstdiagnose ein Herzgeräusch im Vordergrund, das im Zuge der Allgemeinuntersuchung beim betreuenden Haustierarzt festgestellt wird.
Das Ziel unserer state-of-the-art-Untersuchung ist es, möglichst frühzeitig im Rahmen der Gesundenuntersuchung Hinweise für das Vorliegen einer Herz-Kreislauferkrankung zu erlangen, um irreversible Spätfolgen zu verhindern.
Behandlung
Die häufigsten Herzerkrankungen und was sich behandeln lässt.
Klappenerkrankungen
Die meisten Herzerkrankungen sind sogenannte „Klappenerkrankungen“. Diese treten bei einigen Hunderassen bereits sehr früh auf (z. B. Cavalier King Charles Spaniel, Dackel, Pudel), bei den meisten Hunden aber erst im fortgeschrittenen Alter.
Werden „undichte Herzklappen“ festgestellt, sind diese mit einer rechtzeitigen Therapie meist lange Zeit stabil zu halten. Es handelt sich hierbei um Tabletten oder flüssige Medikamente, die der Besitzer regelmäßig verabreichen muss. Die Anzahl der Medikamente und die Häufigkeit der Gabe richten sich nach dem Grad der Herzerkrankung. In vielen Fällen ist nur ein einziges Medikament einmal täglich zu verabreichen – das aber lebenslang.
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
Eine ebenfalls bei bestimmten Hunderassen relativ früh auftretende Erkrankung ist die Dilatative Kardiomyopathie. Risikorassen sind unter anderem Dobermann, Deutsche Dogge und Irischer Wolfshund.
Oft erst im Endstadium erkannt, handelt es sich um eine schwere Herzerkrankung mit oftmals tödlichem Ausgang. Rechtzeitig diagnostiziert und behandelt ist in vielen Fällen eine annähernd normale Lebensdauer bei ausgezeichneter Lebensqualität zu erreichen.
Kardiomyopathien der Katze (HCM, RKMP)
Ebenso verhält es sich mit den typischen Herzerkrankungen der Katze, der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) und der restriktiven Kardiomyopathie (RKMP).
Nicht nur aus züchterischer Sicht ist eine Früherkennung von Vorteil: Die meisten Katzen sind sehr lange Zeit symptomlos und zeigen erst Auffälligkeiten, wenn es bereits zu spät ist. Eine rechtzeitig eingeleitete Therapie kann Ihnen und Ihrem Tier viel Leid ersparen.
Angeborene Herzerkrankungen
Etwas seltener sind angeborene Herzerkrankungen, die je nach Typ und Ausprägung chirurgisch und/oder medikamentös behandelt werden.
Gemeinsam mit Ihrem Haustierarzt werden wir Sie in solch schwierigen Situationen beraten und den besten Therapieplan für Ihren Liebling erarbeiten.
In der Ordination


Nächster Schritt
Im Zweifel lieber einmal zu früh abklären lassen.